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Eine Ode an die Saarstraße

Die Welt ist schlecht,
Der Himmel ist grau
Und genau
Dann
Denk ich an dich.

Du, die mich begeistert,
Die mich erheitert.
Mit deiner Anmut
Mich
In den Bann zieht.

Nicht am ersten Tag gleich,
Denn du bist bescheiden,
Trifft mich in besonderm Maße
Später
Dein Pfeil, oh Saarstraße.

– –

Du hast Eleganz,
Du bist schön, du bist schlau.
Und doch weißt du nicht drum,
Stellst dich nicht zur Schau.

Du bist aufrichtig, ehrlich,
Du spielst dich nicht auf.
Du weißt, was du willst
Und das ist schnurgeradeaus.

Du bist wahrhaftig
Und willst nicht entzücken.
Musst dich nicht mit Fähnchen
Wie die Neustraße schmücken.

Bist du hier der Halt,
Stehst doch über den Dingen.
Für Trierer, für Touris,
Für’s Holen und Bringen.

Du, du hast Vielfalt,
Groß, bunt, komplementär.
Du bist Ku’damm, 5th Avenue,
Sehnsucht, Verkehr.

Und da hinten der Löllberg,
der macht dich komplett.
Kontrastiert deine Großstadt,
Ist Muskeln und Skelett.

Und so schlender’ ich durch dich.
Geh dich auf, geh dich ab.
Seh’ abwechselnd Dämmerlicht
Und Schönheit nicht knapp.

Und dann frag’ ich mich heimlich
Und das ganz subtil:
Bin ich jetzt bescheuert
Oder objektophil?

Warum sieht denn hier niemand
Dich prächt’ges Juwel,
Dich ruhend da liegen?
Ein Liebesbefehl.

Doch nichts da, kein Zweifeln,
kein »vermeintlich«, kein »wohl«.
Sie werden’s noch wissen:
Saarstreet, you’re so cool.

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